Ich bin eines der Kinder, die am Freaky Weeky, einem Wochenende in der Eifel, teilgenommen haben. Meine Freundin und ich freuten uns schon seit Wochen auf diesen Ausflug und waren sehr gespannt, als es dann endlich losging. Wir trafen uns alle in Grefrath und fuhren von dort aus zur Ahr-Hütte, unserer Unterkunft. Mir fielen einige bekannte Gesichter auf, da ich sie schon von anderen Aktivitäten der Kolpingsfamilie kannte. Als erstes wurden die Zimmer aufgeteilt und ich war sehr aufgeregt, da ich noch nicht wusste, wer mit mir und meiner Freundin auf ein Zimmer kommen würde. Nachher bekamen wir ein Zweierzimmer. Es war ein kleines, gemütliches, mit einem Schrank und zwei Betten ausgerichtetes Zimmer, in dessen Mitte ein Nachttisch stand. Es gefiel uns sofort. Nach der langen Busfahrt hatten viele Kinder Hunger und so begaben wir uns in den Gemeinschaftsraum, in dem es anschließend Würstchen mit Soße gab. Natürlich wurde hierbei auf die einzelnen Allergien und Unverträglichkeiten geachtet. Jeden Abend gab es ein Abendprogramm mit verschiedenen Spielen. Dadurch lernte man die Kinder aus den anderen Zimmern kennen und fühlte sich in die Gemeinschaft bestens aufgenommen. Für unser Zimmer gestalteten wir ein Türschild, welches jedes Zimmer vorstellen sollte. Manche haben sich dazu Schlachtrufe einfallen lassen. Durch die Präsentation dieser Schlachtrufe hatten alle etwas zu Lachen. Wir zum Beispiel waren „die Maulwürfe“ und unser Schlachtruf lautete: „Achtung, jetzt kommen wir!“. Immer mal wieder hörte man den Satz: „Da kommen die Maulwürfe“. Das war wirklich lustig. Abends wurden Geschichten vorgelesen, bei denen zahlreiche Kinder einschliefen. Erst, als die Erwachsenen die Kinder ins Bett tragen wollten, sind sie aufgewacht. Ein gelungener erster Tag!

 

Am nächsten Morgen wurden wir von den Leitern mit einem „guten Mooorgen“ geweckt. Wir beeilten uns mit der Morgenroutine, denn es ging schon weiter. Morgen-Aerobic stand an. Wir versammelten uns draußen, um ein paar Gymnastikübungen zu machen. Manche der Älteren hatten bunte Sportkleidung an, die an die 80er erinnerten. Dann ging es rhythmisch zu einem Lied los – Kniebeugen. Ich muss gestehen, es war wirklich etwas anstrengend, aber wachmachend. Wir waren nämlich noch etwas verschlafen. Nach der sportlichen Tanzeinlage ging es zum Frühstück. Nachdem wir uns dann den Bauch vollgeschlagen hatten, um gut in den Tag zu starten, wurden uns im Gemeinschaftsraum die Workshops vorgestellt. Es gab eine Auswahl zwischen Judo, Jute-Säcken gestalten, Vogelhäuser aus Milchpackungen basteln, Kochen und Bienenhotels bauen. Ich entschied mich für die Jute-Säcke und die Vogelhäuser. Meine Freundin tat es mir gleich. Wir haben unsere Säcke mit Glitzersteinen, einem Panda und einem Einhorn verziert. Andere haben ihre Zimmerlogos verewigt. Jeder der Säcke wurde etwas Einzigartiges. Mit Stolz hat man anschließend seinen Kameraden seine Arbeit gezeigt, während diese von ihrer Aktivität erzählten. Das Mittagessen hat mich besonders überzeugt. Es gab Nudeln mit Soße und als Nachtisch eine Art Joghurt oder Quark. Ich fand diesen Nachtisch so lecker, das ich mir das Rezept habe geben lassen, damit ich es zuhause nachmachen kann. Nach dem Geschirrdienst, den jedes Kind einmal hatte, ging es weiter mit dem nächsten Workshop. Die Idee, ein Vogelhaus aus einer Milchpackung zu basteln, fand ich bemerkenswert. Wir saßen alle, ganz vertieft in unser Kunstwerk, an einem Tisch und malten alles an. Manche orientierten sich dabei an einer Vorlage, die zuvor gebastelt wurde, andere hatten eigene Kreationen. Am Ende prangte auf meinem Vogelhaus ein anderes Vogelhaus mit einem Baum und einem Laubhaufen. Nun hatten wir ein paar Stunden ohne Programm, also gingen wir raus, um die Gegend zu erkunden. Dabei entfernten wir uns nicht weit vom Haus. Zu unserer Überraschung fanden wir zahlreiche Häuser von Weinbergschnecken. Als wir rein geholt wurden, begann das Abendprogramm. Dank eines Spiels, das wir das ganze Wochenende über spielten, lagen wir nachher alle lachend auf dem Boden. Manche standen und ahmten die Laute eines Pferdes nach. Bei dem besagten Spiel ging es darum, dass der Ameisenkönig, der vorher ausgelost wurde, sich auf einen Stuhl stellt und „Ameisenkönig“ ruft. Alle anderen, die entweder Ameisenpferde oder normale Ameisen waren, mussten dann stehen und ein Pferd nach machen oder strampelnd auf dem Rücken liegen. Besonders das Kind, das den König spielte, fand das sehr lustig. Das Abendessen bestand aus Pizzabrötchen, die so lecker waren, dass ich gleich mehrere gegessen habe. Die Gutenachtgeschichte, die diesen Abend vorgelesen wurde, bekamen meine Freundin und ich nicht mit, da wir zu müde waren und uns schlafen legten.

Leider war nun schon Sonntag, der Tag der Abreise. Diesmal wurden wir mit lauter Techno-Musik geweckt. Nach dem Frühstück gab es eine Auswahl zwischen Wandern und Spielen. Wir gingen wandern und zwar zu einer Ruine, die wir entdeckt hatten. Dort angekommen, spielten wir fangen. Beim Essen blieben keine Reste übrig, da diese beim Mittagessen verteilt wurden. Ich bekam noch einen Nachtisch, den ich mir dann mit meiner Freundin teilte. Anschließend holte uns der Bus ab.

Das Wochenende in der Eifel fand ich sehr gelungen. Ich habe auch bei meiner Freundin nachgefragt, wie sie es denn fand und sie war genauso begeistert wie ich. Wir haben mehrere neue Freunde gefunden und tolle Bastelarbeiten abgeschlossen. Ich würde das Freaky Weeky auf jeden Fall weiter empfehlen.

 

Johanna Marx

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