Generation Reloaded 2013

Auf einer engen, gewundenen und steilen Straße fuhr ich gespannt einem Wochenende entgegen, das einmal im Jahr stattfindet und sich Generation Reloaded nennt.

Was ich wusste: es würde irgendwo an der Ahr stattfinden, wir brauchten ein 20er Jahre Outfit für ein Krimidinner, eine Flasche unseres Lieblingsweines und wetterfeste Kleidung.

Und als ich so durch die kleinen, idyllischen Dörfchen mit Tempolimit 30 gurkte, fragt ich mich nur: Wo bin ich hier? Mein Navi hatte mir den richtigen Weg angezeigt, aber so wenig Zivilisation hatte ich dann doch nicht erwartet. Und zuverlässig sagte mein Navi mir, dass ich in Heckenbach an der Ahr mein Ziel erreicht hatte.

An der Tür eines in die Jahre gekommenen Jugendheimes, mitten im Nirgendwo, sollte das Wochenende beginnen. Nichts ahnend und voll Vorfreude bezog ich eines der Zimmer.

Nach und nach trafen auch die anderen Teilnehmer ein. Mit dem Hinweis aus der Küche, dass wir nur noch eine Stunde bis zum Dinner hatten, machten wir uns hastig daran unsere Kostüme für den Abend anzulegen und zu perfektionieren.

Nachdem jeder in seine Rolle geschlüpft, die Plätze eingenommen und der Willkommensdrink geschlürft wurde, begann eine tragische Geschichte, bei der ein Mörder entlarvt und unsere Alibis bewiesen werden mussten. Begleitet wurde dieser spannende Krimi durch das vorzügliche Dinner, welches für uns vorbereitet wurde.

Schließlich war das Dessert verspeist, die Verdächtigen festgenommen und letztendlich der Mörder gefasst, sodass wir den Abend mit netten Gesprächen bis tief in die Nacht ausklingen ließen.

Das Frühstück am nächsten Morgen stärkte uns dann für das Kommende. Ich hatte vorher nur von etwas wie einer „Weinolympiade“ gehört, aber was genau dass sein sollte, erfuhr ich schließlich, als wir das Weingut in Mayschoss erreicht hatten. Nach einem köstlichen Winzersekt zur Begrüßung und einer Führung durch den Weinkeller führte uns der nette Winzer Ernst hinauf in die Weinberge.

Die erste Aufgabe bestand darin Weinflaschen zu ver- und wieder entkorken und das auf Zeit. Dabei habe ich festgestellt, dass das gar nicht so einfach ist. Als nächstes sollten wir Weine geschmacklich und farblich voneinander unterscheiden und benennen können um welchen Wein es sich dabei handelt und danach mit verbundenen Augen durch einen Parcours aus Weinflaschen geführt werden, ohne diese umzuwerfen. Beide Teams haben diese Aufgaben nur mittelmäßig gut bestanden, aber wir hatten unseren Spaß daran. Zudem konnten wir gemütlich durch die Weinberge spazieren und die wunderschöne Landschaft genießen, die von der gleißenden, warmen Herbstsonne in einen atemberaubenden Farbenmix aus goldenen, gelben, roten, braunen und grünen Blättern, verwandelt wurde. Dabei sind tolle Fotos entstanden.

Die nun folgende Aufgabe verlangte Kraft. Es sollte ein Rebstock in die Erde geschlagen werden, und die sind ziemlich groß, allerdings war diese Aufgabe erstaunlich schnell erledigt und wir konnten uns der Nächsten widmen, bei der ein Weinfass wieder zusammen gebaut werden musste. Bei dieser letzten Aufgabe packten alle noch einmal mit an, sodass beide Gruppen ihr Fass wieder zusammen bekamen. Allerdings stand am Ende doch eine Siegermannschaft fest, die noch eine kleine Flasche Wein mitnehmen durften.

Den Abend haben wir dann gemütlich bei Flammkuchen und Federweißen in und um Altenahr verbracht.

Der Sonntag begann sehr gemächlich, wobei nach dem späten Frühstück schon der Abbau begonnen hatte. Ein gemeinsamer Abschluss mit einer Phantasiereise war ein sehr guter Ausklang für dieses Wochenende. Und so machte ich mich um viele Erfahrungen, Gespräche und Bekanntschaften reicher, wieder auf den Weg zurück durch die Dörfer und vorbei an den grünen Wiesen, Richtung Heimat.

 

 

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