Kolpingjugend begleitet Abgeordnete bei Landtag.Live

 

Düsseldorf/Paderborn. Mit dem Treffen zwischen der Petitionsausschussvorsitzenden Rita Klöpper, MdL und den Teilnehmenden von Landtag.Live endete die 10. Praxiswoche der Kolpingjugend NRW  im Düsseldorfer Landtag. Inhaltlicher Schwerpunkt neben den jugendpolitischen Bildungsprozessen war die Auseinandersetzung mit der Frage um „Freiräume“ junger Menschen neben Schule, Ausbildung und Studium. Eine Woche voller politischer Erfahrungen, neuer Erkenntnisse und auch jeder Menge Spaß liegt hinter den 8 jungen Menschen aus ganz NRW. „Es war eine sehr intensive, spannende Woche mit tollen Gesprächen, vielen politischen Begegnungen“, freute sich Paul Schroeter  von der AG Jugend und Politik der Kolpingjugend NRW, der die Woche als Leiter vor Ort begleitet hatte.

Bei Landtag.Live hospitieren die Teilnehmer eine Woche lang bei einem  Abgeordneten und begleiten diesen bei Terminen und Veranstaltungen rund um eine Plenarwoche. Flankiert wird dies durch ein Rahmenprogramm, welches die Teilnehmer als Gruppe wahrnehmen. Einige Programmpunkte sind im Folgenden exemplarisch dargestellt

Mit dem Besuch beim Landesjugendring NRW startete die 10. Praxiswoche Landtag.Live in Düsseldorf. Neben Informationen über den Landesjugendring NRW durch Sarah Primus, Vorsitzende, gab es vor allem Hintergrundinformationen über das Bündnis für Freiräume und dem neuen Projekt #jungesnrw. Gemeinsam wurde über wichtige Punkte wie das Wahlalter ab 16 Jahren oder die finanzielle Ausstattung der Jugendarbeit in NRW gesprochen. Aber natürlich durfte auch die Frage nach genügend „Freiräume“ für Kinder und Jugendliche nicht fehlen.

Nach der Landtagsführung im Düsseldorfer Landtag diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Frau Christina Kampmann, Ministerin für Kinder, Jugend und Familie. Themen waren neben den Aufgaben einer Ministerin besonders die Ausgestaltung von Ganztag und die Einbindung der Jugendarbeit sowie gute politische Bildung. „Die jugendpolitische Bildung muss wieder mehr in den Blick genommen werden. Neben der Schule liegen hier besondere Möglichkeiten bei den Jugendverbänden“, so Ministerin Kampmann. Zugleich wurde über Möglichkeiten der ehrenamtlichen Arbeit und der nötigen Freizeit für junge Menschen gesprochen. „Kinder und Jugendliche dürfen nicht mehr als 35 Stunden in der Woche mit Schule, Nachbereitung und Hausaufgaben verbringen“, so Paul Schroter von der Kolpingjugend.

Am Dienstag stand der erste Kontakt für die Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit ihren Abgeordneten bevor. Neben der Begleitung der Parlamentarier in die einzelnen Fraktionssitzungen gab es erste Termine und Informationen über die Arbeit eines Abgeordneten.  Zudem stand für den Tag ein Blick hinter die Kulissen des Landtages an. So wurde die hauseigene Druckerei besichtigt und im Anschluss die Arbeit des Presseclubs des Landtages erläutert.

Empfangen wurden die Teilnehmenden von Landtag.Live am Mittwoch von Landtagspräsidentin Carina Gödecke. Die Landtagspräsidentin zeigte der Kolpingjugend den Empfangsraum und berichtete über die Arbeit und die Aufgaben die sie in Ihrem Amt wahrnimmt.

Direkt im Anschluss fand das nächste High Light der Woche statt. Frau Ministerpräsidentin Hanelore Kraft nahm sich rund eine dreiviertel Stunde Zeit, um über ihre Arbeit als Regierungschefin zu berichten. In einem sehr offenen Gespräch konnten die jungen Menschen Fragen zur Person, zum Amt und zur Arbeit stellen. Zugleich stellte Paul Schroeter, kommissarischer Landesleiter die Bildungspositionen der Kolpingjugend NRW vor und warb für die wichtigen Punkte in den Bereichen der Jugendarbeit, Schule, Hochschule und Finanzen.

Abends traf sich die Gruppe von Landtag.Live mit den Abgeordneten die Mitglied im Kolpingwerk sind, um sich über Themen der Kolpingjugend auszutauschen. Natürlich gab es auch hier viele Fragen zu den Aufgaben eines Abgeordneten oder zu inhaltlichen Positionierungen.  „Es war ein wichtiger Austausch, den wir auch weiter fortführen wollen“, berichtet Daniel Fissenewert. Dieses Treffen wurde zum ersten Mal in das Programm aufgenommen und wurde von allen Teilnehmenden begrüßt. Auch die Abgeordneten hatten viele Frage an die jungen Gruppenmitglieder, so dass ein reger Austausch entstand.

Der Donnerstagmorgen startete das Programm mit einer Andacht. Anschließend berichtete Dr. Antonius Hamers, Leiter des Katholischen Büros über seine Arbeit vor. Das Katholische Büro als Vertretung der fünf nordrhein-westfälischen Bistümer ist ein wichtiger Ansprechpartner in Fragen von Kindertagesstätten, Schule und  Jugendarbeit bei den Fraktionen und bei der Landesregierung.

Die Diskussion mit den Jugendpolitischen Sprechern der Fraktionen ist für Landtag.Live mittlerweile  am Donnerstagabend fest etabliert. Hier können in 90 Minuten viele Fragen rund um das Thema Jugendpolitik gestellt werden. In kleinen Gesprächsgruppen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Fragen an alle Fraktionen stellen und sich ein Bild über die unterschiedlichen Meinungen machen.

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