An Freitag dem 13.November hat die AfD zu einer Demonstration gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung aufgerufen. Als Ort hatten Sie sich Elmpt ausgesucht, da hier auf dem alten Gelände des britischen Militärs, 2500 Flüchtlinge untergebracht werden sollen.

Neben der Gegendemonstration der Falken, sowie einer politischen Gegenveranstaltung in der örtlichen Wirtschaft „die Post“, wollten die Kolpingsfamilien des Diözesanverbandes ein weiteres Angebot des friedlichen Protestes anbieten. Gemeinsam mit den örtlichen Gemeinden wurde also ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert, in dem das Flüchtlingsthema aus christlicher Sicht aufbereitet wurde. In Anlehnung an Kolpings Ausspruch: „Wer Mut zeigt, macht Mut“ und den daraus resultierenden Konsequenzen, welche Paulus bereits in seinen Briefen an die frühchristliche römische Gemeinde zum Ausdruck brachte(Wir müssen als die Starken die Schwäche derer tragen, die schwach sind…Röm 15,1), wurde den Anwesenden in der vollen Kirche St. Laurentius in Elmpt unsere Aufgabe als Christen nochmals deutlich vor Augen geführt:

„Wir sind als Christen, die sich in der Nachfolge Adolph Kolpings sehen, aufgerufen, nicht uns selbst zu genügen und in der eigenen Komfortzone ein selbstgefälliges, sattes Dasein zu führen. Zukunft gestalten heißt vor Ort Impulse setzen, Aktionen starten, sich einbringen, einmischen und dies mit der Kraft und Erfahrung einer Generationen übergreifenden Gemeinschaft.“ 

Neben einer beeindruckenden Präsenz von Kolpingbrüdern und Schwestern in der Kirche, nicht zuletzt sichtbar an der hohen Zahl von Bannerträgern die IMG_1324hinter dem Altar Farbe bekannten, war auch die Kolpingjugend zahlreich vertreten. Neben den Kolpingjugendbannern aus Kempen, Jülich und dem Diözesanverband, wurden auch die Banner der Kolpingsfamilien Oedt und Lobberich von Mitgliedern der dortigen Kolpingjugenden getragen. Auch fand sich, neben vielen Jugendlichen aus der Region, fast der gesamte DAK und die DL ein um gemeinsam mit allen Anwesenden ein Zeichen zu setzen, gegen den Hass und die Ausgrenzung und für ein menschliches Miteinander.

Als Kolping wollen wir den Worten unseres geistlichen Leiters folgen, der seine Ansprache mit folgenden Worten beschloss: „Seien wir Mutmacher in unseren Kirchen, in unserer Gesellschaft und besonders für die Menschen, die als Flüchtlinge in unser Land kommen.“ Entsprechend wollen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten tun was wir tun können, wie zum Beispiel die Arbeit des Bildungswerkes unterstützen, um durch Sprachkurse und Interaktion mit den Flüchtlingen deren Integration in unsere Gesellschaft nachhaltig zu fördern.


1 Kommentar

Where do we go, from here...? - DAK/DL Klausur im November - Kolpingjugend DV Aachen · 2. Dezember 2015 um 15:32

[…] genutzt, ein Zeichen gegen die Vorurteile gegen Flüchtlinge zu setzen und geschlossen am Gottesdienst in Elmpt teilzunehmen. Gestärkt von diesem beeindruckenden Erlebnis der Gemeinschaft der Kolpingsfamilien […]

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