In knapp einer Woche ist der erste Advent. Dann beginnt die Vorbereitung auf Weihnachten. Ich persönliche liebe die Adventszeit und Weihnachten. Überall sind Lichter und Kerzen, die Wohnungen und Häuser werden geschmückt und oft liegt der Geruch von Keksen und Bratäpfeln in der Luft. Es könnte alles so schön sein. Aber wusstet ihr, dass zum Weihnachtsfest 10 % mehr Müll produziert werden als im Rest des Jahres?

Neben besinnlichen Stunden und einer schönen Zeit mit meinen Lieben gehören auch für mich Geschenke zu Weihnachten dazu. Ich finde es unheimlich schön, andere zu beschenken, und mir zu überlegen, womit ich meinen Mitmenschen eine Freude machen kann. Doch gerade die Geschenke sind Teil des Müllproblems, welches schon beim Geschenkeeinkauf beginnt: Ich gebe zu, dass auch ich es sehr bequem finde, Dinge zu bestellen und direkt zu mir nach Hause liefern zu lassen. Doch dies hat Unmengen an Müll zur Folge: Alles ist doppelt und dreifach verpackt, damit beim Transport keine Schäden entstehen und eine erhöhte Belastung für die Umwelt durch die vielen Transporte kommt darüber hinaus noch hinzu. Um dies zu vermeiden, versuche ich inzwischen möglichst viele Dinge direkt vor Ort zu besorgen. Das nimmt natürlich etwas mehr Zeit in Anspruch, aber durch die Verwendung von mitgebrachten Einkaufstaschen lässt sich ein Großteil des Verpackungsmülls vermeiden. Und mit ein wenig Vorausplanung (Was bekomme ich wo? etc.) lässt sich der Weihnachtseinkauf auch stressfrei gestalten.

Auch schöne Verpackungen gehören für mich zum Verschenken dazu. Doch gerade beim Geschenke einpacken wird das Thema Nachhaltigkeit oft vergessen. Etwas nachhaltig zu verpacken, heißt, dass die Verpackung des Geschenks keine begrenzten natürlichen Ressourcen verschwendet und möglichst häufig wiederverwendet werden kann. Folien- und Glanzpapiere, sowie die klassischen Kunststoffgeschenkbänder bestehen aus Plastik. Plastik wird aus dem Rohstoff Erdöl hergestellt, der nur begrenzt vorhanden ist. Darüber hinaus werden nur geringe Mengen des Plastikmülls recycelt. Für mehr Nachhaltigkeit sollten Geschenke möglichst plastikfrei eingepackt werden. Und es gibt in der Tat einige kreative und abfallarme Verpackungsalternativen. Ich habe euch ein paar Tipps zusammengestellt, um Geschenke nachhaltig und umweltfreundlich zu verpacken:

Statt neues Geschenkpapier zu verwenden, kann man gebrauchtes Papier nutzen, das sonst im Müll landen würde. Beispielsweise alte Notenblätter für CDs oder eine alte Wanderkarte für eine Trinkflasche. Als Geschenkpapier können auch selbstgebastelte Collagen aus alten Zeitungen und Magazinen verwendet werden. Geschenktüten und Geschenkboxen lassen sich problemlos aus altem Papier und Karton selber basteln und gestalten. Selbst mit alten Konservendosen kann man Geschenke verpacken. Im Internet findet ihr zahlreiche Anleitungen dazu. Besonders nachhaltig sind wiederverwendbare Verpackungen wie Stoffbeutel, alte Keksdosen oder Einmachgläser. Eine weitere Möglichkeit ist das Geschenk im Geschenk: Tücher, Schals, Socken und Mützen eignen sich wunderbar, um andere Geschenke einzupacken. Solltet ihr doch größere Bögen Einpackpapier benötigen, verwendet Packpapier, dass ihr selbst beklebt, bemalt oder z.B. mit Kartoffeldruck bedruckt oder Recycling-Geschenkpapier (gibt es z.B. bei DM). Zum Dekorieren könnt ihr statt Kunststoffbändern Stoffbänder oder Naturbänder aus Hanf, Wolle, Jute oder Bast verwenden. Aus alter Pappe und Naturbast lassen sich auch prima Geschenkanhänger basteln. Natürlich nimmt das alles ein bisschen mehr Zeit in Anspruch, als Geschenke schon im Laden einpacken zu lassen. Aber ich persönlich finde es total schön, mir diese Zeit bewusst zu nehmen.  Und aus eigener Erfahrung kann ich euch sagen, dass meine „Naturverpackungen“ im letzten Jahr für eine schöne Überraschung gesorgt haben.

Es kann so einfach sein, Weihnachtsgeschenke kreativ und nachhaltig zu verpacken. Vielleicht habt ihr ja noch andere Ideen? Diese könnt ihr mir gerne mitteilen. Oder schickt ein Foto von eurer Geschenkverpackung. Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren und eine schöne, besinnliche und umweltschonende Weihnachtszeit!

Steffi, Diözesanleiterin der Kolpingjugend

 

PS: Natürlich sollte man nicht nur zur Weihnachten darauf achten, weniger Müll zu produzieren. Im aktuellen Kolpingmagazin findet ihr den Artikel „Eine Kampfansage an den Müll“ mit vielen Tipps, wie ihr im Alltag ohne großen Aufwand weniger Abfall produzieren könnt. Den vollständigen Artikel findet ihr hier.

 

 

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